Bewertung

P├Ądagogisches Ziel jeglicher Leistungsbeurteilung ist die Leistungsentwicklung und Leistungsf├Ârderung. Sie hat somit eine unterrichtsfachliche als auch eine erzieherische Funktion. Die den Lernprozess begleitende Bewertung soll den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern helfen, ihre Leistungen einzusch├Ątzen und ihre Lernprozesse optimal zu gestalten.

Erfolgreiches eigenverantwortliches und kooperatives Lernen erfordert neben fachwissenschaftlichen auch methodische und soziale Kompetenzen. Mit der Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens wird diesem Aspekt unserer p├Ądagogischen Arbeit Rechnung getragen.

Entsprechend den rechtlichen Vorgaben der Verordnung f├╝r die Sek I, den Ausf├╝hrungsvorschriften f├╝r Pr├╝fungen und der Verordnung f├╝r die gymnasiale Oberstufe wurden an unserer Schule Regeln vereinbart, die ein einheitliches Vorgehen unserer Lehrer f├Ârdern und den Sch├╝lern realistische Selbsteinsch├Ątzungen erm├Âglichen.

Schulgesetz

SEK I-Verordnung

Verordnung f├╝r die gymnasiale Oberstufe

Ausf├╝hrungsvorschriften ├╝ber schriftliche Pr├╝fungen

Ausf├╝hrungsvorschriften ├╝ber Zeugnisse

Kriterienorientierte Bewertung von Klausuren

Grunds├Ątze f├╝r die Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I

In die Gesamtbeurteilung eines Sch├╝lers gehen schriftliche, m├╝ndliche und sonstige Leistungen ein.

  • Schriftliche Leistungen: Klassenarbeiten, schriftliche Lernerfolgskontrollen, schriftliche Teile von Projektarbeiten, Protokolle, Vergleichsarbeiten
  • M├╝ndliche Leistungen: Beitr├Ąge zum Unterrichtsgeschehen, Dialoge/Monologe, Kurzkontrollen, H├Ârverstehen, m├╝ndliche Teile von Projektarbeiten, Vortr├Ąge, m├╝ndliche Teile von Vergleichsarbeiten
  • Sonstige Leistungen: Hausaufgaben, Hefterf├╝hrung, praktische Teile von Projekten, Teamarbeit

Im November und im April erh├Ąlt jeder Sch├╝ler eine schriftliche Information ├╝ber seinen Leistungsstand in allen F├Ąchern (Zwischenzeugnis).

In den Kern, -Wahlpflicht und Profilf├Ąchern werden Klassenarbeiten geschrieben, deren Arbeitszeit zwischen 45 und 90 Minuten liegt. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind den Sch├╝lern sp├Ątestens eine Woche vor dem Termin bekannt zu geben.

F├╝r die Anzahl und Art der Klassenarbeiten gelten folgende Regelungen:

FachKlasseArt
Deutsch7-102 Diktate und 2 Niederschriften
Mathematik7-104 Klassenarbeiten
1., 2. und 3. Fremdsprache7-104 Klassenarbeiten
Wahlpflichtunterricht8-102 Klassenarbeiten

In F├Ąchern, die keine Klassenarbeiten schreiben (au├čer Sport), wird mindestens eine 20- bis 30-min├╝tige schriftliche Lernerfolgskontrolle (LEK) im Halbjahr geschrieben. Die Bewertung von Klassenarbeiten und schriftlichen Lernerfolgskontrollen erfolgt entsprechend dem folgenden Bewertungsma├čstab:

NoteProzentsatz der erreichten Bewertungseinheiten
1wird erteilt bei mindestens: 95 %
2wird erteilt bei mindestens: 80 %
3wird erteilt bei mindestens: 65 %
4wird erteilt bei mindestens: 50 %
5wird erteilt bei mindestens: 20 %
6wird erteilt bei unter: 20 %

Bewertung der allgemeinen Unterrichtsarbeit (Mitarbeit)

Die allgemeine Unterrichtsmitarbeit ist bei der Bewertung des allgemeinen Teils der Sch├╝lerleistung mit mindestens 1/3, h├Âchstens 2/3 zu wichten. Die Bewertung orientiert sich an folgenden Kriterien: Die allgemeine Unterrichtsmitarbeit ist bei der Bewertung des allgemeinen Teils der Sch├╝lerleistung mit mindestens 1/3, h├Âchstens 2/3 zu wichten. Die Bewertung orientiert sich an folgenden Kriterien:

NoteQuantit├Ątm├╝ndliche MitarbeitAufgaben/ ├ťbungen
Note 1
Punkte 15-13
St├Ąndige freiwillige Mitarbeit im Unterricht.Erkennen des Problems und Einordnung in Zusammenh├Ąngesachgerechte und ausgewogene Beurteilungeigenst├Ąndige gedankliche Leistung als Beitrag zur Probleml├Âsungangemessene, klare sprachliche DarstellungAnforderungen werden konzentriert, eigenst├Ąndig und sch├Âpferisch umgesetztErgebnisse sind fachlich richtigErgebnisse werden vor der Klasse vorgestellt und umfassend begr├╝ndet
Note 2
Punkte 12-10
Regelm├Ą├čige freiwillige Mitarbeit im Unterricht.Verst├Ąndnis schwieriger Sachverhalte und deren Einordnung in den GesamtzusammenhangErkennen des Problems, Unterscheidung zwischen Wesentlichem und UnwesentlichemKenntnisse ├╝ber die Unterrichtsreihe hinausAnforderungen werden erf├╝lltErgebnisse sind fachlich richtigErgebnisse werden teilweise vorgestellt
Note 3
Punkte
9-7
Zur├╝ckhaltende freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Dem Unterricht wird immer gefolgt.im Wesentlichen richtige Wiedergabe einfacher Fakten aus dem unmittelbar aktuellen StoffVerkn├╝pfung mit Kenntnissen der ganzen UnterrichtsreiheAnforderungen werden erf├╝lltErgebnisse sind richtiges Bedarf bei der Umsetzung zum Teil fachlicher Hilfe
Note 4
Punkte
6-4
Nur gelegentlich freiwillige Mitarbeit im Unterricht.├äu├čerungen beschr├Ąnken sich auf die Wiedergabe einfacher Fakten und Zusammenh├Ąnge aus unmittelbar behandeltem Stoffgebiet und sind im Wesentlichen richtigAnforderungen werden nur teilweise umgesetztes sind viele fachliche Hilfen notwendig
Note 5
Punkte
3-1
Beteiligung nur nach Aufforderung.├äu├čerungen nach Aufforderung sind nur teilweise richtig.Anforderungen werden nur ansatzweise erf├╝lltman ├╝berl├Ąsst anderen die Umsetzung der Forderungen
Note 6
Punkte 0
Keine Mitarbeit im Unterricht. H├Ąufige Besch├Ąftigung mit anderen Dingen.├äu├čerungen nach Aufforderung sind falsch.keine Aufgabenerf├╝llungman ├╝berl├Ąsst anderen die Umsetzung der ForderungenErmahnungen diesbez├╝glich werden ignoriert

Nichterbringen von Leistungen und T├Ąuschungsversuche

Klassenarbeiten und schriftliche Lernerfolgskontrollen und Klausuren, die aus Gr├╝nden, die der Sch├╝ler nicht zu verantworten hat, nicht mitgeschrieben wurden, werden in der Regel nachgeschrieben. Nachschreibetermine sind au├čerhalb der Unterrichtszeit des Sch├╝lers zu planen. Nachschreibetermine k├Ânnen auch sonnabends geplant werden.

Werden Leistungen aus von den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern selbst zu vertretenden Gr├╝nden nicht erbracht, sind sie mit der Note 6 zu bewerten. Selbst zu vertretende Gr├╝nde sind insbesondere Leistungsverweigerung, T├Ąuschungsversuch oder Unleserlichkeit der Arbeit. Als Leistungsverweigerung gilt auch das unentschuldigte Fehlen, wenn vorher zur Leistungserbringung aufgefordert wurde oder durch den Umfang des unentschuldigten Fehlens keine kontinuierliche Leistungsbewertung m├Âglich ist.

Organisatorische Grunds├Ątze f├╝r schriftliche Kontrollen

Klassenarbeiten und Lernerfolgskontrollen

Innerhalb einer Woche sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Es werden maximal 3 Klassenarbeiten geschrieben.
  • Die Gesamtzahl der Klassenarbeiten und der schriftlichen Lernerfolgskontrollen darf 5 nicht ├╝berschreiten.

An einem Unterrichtstag gilt folgende Regelung:

  • Es werden maximal 1 Klassenarbeit und 1 Lernerfolgskontrolle oder 2 Lernerfolgskontrollen geschrieben.

Klausuren und Lernerfolgskontrollen

F├╝r die Klausurplanung gelten folgende Grunds├Ątze:

  • Leistungskursklausuren werden nicht an zwei aufeinander folgenden Tagen geplant.
  • W├Âchentlich werden h├Âchstens drei planm├Ą├čige Klausuren geschrieben.
  • Der zeitliche Umfang von Grundkursklausuren betr├Ągt 90 Minuten.
  • Die Arbeitszeit f├╝r Leistungskursklausuren liegt in der Regel zwischen drei und vier Unterrichtsstunden.
  • Mindestens eine der Klausuren im 3. Kurshalbjahr muss die f├╝r die schriftliche Abiturpr├╝fung festgesetzten Zeit- und Leistungsstandards erf├╝llen.
  • Vor den Probeklausuren f├╝r das Abitur findet kein weiterer Unterricht statt. An allen anderen Klausurtagen wird der Unterricht vor und nach den Klausuren planm├Ą├čig erteilt, es werden jedoch keine weiteren schriftlichen Kontrollen geschrieben.

Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten

Mit dem Jahreszeugnis bzw. Pr├╝fungszeugnis erh├Ąlt der Sch├╝ler der SEK I ein Beiblatt, auf dem das Arbeits- und Sozialverhalten des Sch├╝lers bewertet wird. Bewertet werden:

Probezeit- und Versetzungsregelungen

Grundlagen f├╝r die Entscheidung ├╝ber das Bestehen der Probezeit und die Versetzung eines Sch├╝lers sind ┬ž 6 und ┬ž 40 der Sek I-Verordnung vom 19. Januar 2005.

Download PDF:

Sek I-Verordnung

Ein Sch├╝ler wird versetzt (hat die Probezeit bestanden), wenn er:

  • h├Âchstens in einem Fach mangelhafte Leistungen hat oder
  • h├Âchstens eine ungen├╝gende Leistung oder zwei mangelhafte bei ansonsten aus- reichenden Leistungen hat.

und folgende Ausgleichsbedingungen erf├╝llt sind:

Leistungsausfall in einem Kernfach*Leistungsausfall in einem anderen FachAusgleichsbedingung
einmal Note 5einmal Note 5mindestens einmal Note 3 in einem Kernfach und einmal Note 3 in einem beliebigen Fach
zweimal Note 5mindestes zweimal Note 3 in beliebigen F├Ąchern
einmal Note 6mindestes zweimal Note 2 in beliebigen F├Ąchern

F├╝r die Versetzung in die Oberstufe ist au├čerdem das Bestehen der Pr├╝fung zum mittleren Schulabschluss Voraussetzung.

Ein Sch├╝ler wird nicht versetzt (hat die Probezeit nicht bestanden), wenn er:

  • in mehr als zwei F├Ąchern Leistungsausf├Ąlle hat oder
  • in zwei Kernf├Ąchern mangelhafte oder
  • in einem Kernfach ungen├╝gende Leistungen hat.

Nachversetzung/Nachpr├╝fungen

Nicht versetzte Sch├╝ler k├Ânnen einmal in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 an einer Nach- pr├╝fung in einem Fach (au├čer Sport) teilnehmen, wenn durch das Bestehen der Pr├╝fung eine Versetzung m├Âglich wird. Eine zweite Nachpr├╝fung ist zum Erreichen der Abschlussbedingungen des mittleren Schulabschlusses oder zum Erreichen der Ver- setzung in die Oberstufe m├Âglich.

Das Verfahren zu Nachpr├╝fungen ist in ┬ž 23 der Sek I-VO festgelegt.

  • Die Klassenkonferenz entscheidet ├╝ber die Zulassung eines Sch├╝lers.
  • Die Eltern des Sch├╝lers entscheiden ├╝ber die Teilnahme ihres Kindes.
  • Die Aufgaben werden durch den unterrichtenden Fachlehrer erstellt.
  • Die Pr├╝fung findet am letzten Ferientag statt.
  • Inhalt der Pr├╝fung ist der Unterrichtsstoff des letzten Schulhalbjahres.
  • In F├Ąchern ohne Klassenarbeiten erfolgt eine m├╝ndliche Pr├╝fung (25ÔÇô35 Min.).
  • In F├Ąchern mit Klassenarbeiten erfolgen eine schriftliche Pr├╝fung (45ÔÇô90 Min.) und eine m├╝ndliche Pr├╝fung (15ÔÇô20 Min.).

Die Pr├╝fung ist nur bestanden, wenn alle Pr├╝fungsteile mindestens mit ausreichend bewertet wurden.

Bewertung der Hefterf├╝hrung

Nur ein ordentlich und optisch abwechslungsreich gestalteter Hefter l├Ądt zum Lernen ein. Deshalb legen wir besonders in der 7. und 8. Klasse gro├čen Wert darauf, dass unsere Sch├╝ler lernen, ihren Hefter ├╝bersichtlich zu gestalten. In beiden Jahrg├Ąngen wird die Hefterf├╝hrung in jedem Unterrichtsfach mindestens einmal bewertet. Eine Bewertung in anderen Jahrg├Ąngen ist m├Âglich.

Ordnung und Sauberkeit

  • ├Ąu├čerer Eindruck
  • Schriftbild
  • Gestaltung grafischer Elemente

Deckblattgestaltung

  • Name des Sch├╝lers
  • Unterricht

Gliederung entsprechend den Vorgaben des Fachbereiches

  • Theorie
  • ├ťbungen, Hausaufgaben…

Vollst├Ąndigkeit

  • Mitschriften
  • Hausaufgaben
  • Arbeitsbl├Ątter
  • Lernerfolgskontrollen…

Form

  • Datum
  • Korrekturrand
  • Abs├Ątze
  • Hervorhebungen von ├ťberschriften und Merks├Ątzen…

Die Note 1 erfordert:

  • sinnvolle, themenorientierte und kurz kommentierte Erg├Ąnzungen der Mitschriften durch aktuelle Materialien aus Zeitschriften, Internet o.a.
  • besonders kreative Gestaltungselemente.

Es erfolgt keine detaillierte Kontrolle von Rechtschreibung und Grammatik.